Gorch Fock geentert – Tag der Bundeswehr gestört

DSCF1688Flensburg/Mürwik, 13. Juni 2015. Am Samstag haben vier antimilitaristische Aktivist*innen die Takelage der Gorch Fock erklettert. In ca. 20 m Höhe entfalteten sie aus Protest gegen den Tag der Bundeswehr ein Transparent mit der Aufschrift „WAR STARTS HERE“. Die Aktivist*innen waren während eines Open Ships unbemerkt auf das Schiff gelangt.
Ziel der Aktion sei es, den Tag der Bundeswehr zu stören. „Die Bundeswehr präsentiert sich hier als moderater Arbeitgeber. Dabei wird vollkommen verschwiegen, dass die Soldat*innen eigentlich zum Töten ausgebildet und eingesetzt werden“, so Clara Schirner, eine der Kletteraktivist*innen.
Als Pirat*innen verkleidet enterten die Aktivist*innen das Ausbildungsschiff und hissten am dortigen Mast eine Piratenflagge, welche einen Totenkopf mit zerbrochenen Gewehren anstelle von Knochen zeigt. Dies geschah in Anlehnung an ein Werbevideo der Bundeswehr, in welchem die Marine als Retter in der Not auftritt, die  Supermarktbesucher*innen den Kauf von Bananen sichert, indem sie diese vor Piraten verteidigt. Ein weiteres Banner trug die Botschaft „lieber Pirat*in als Soldat*in“.
Auch kritisieren sie laut Schirner die Werbemaßnahmen an Universitäten und Schulen. „Mit immer mehr Feierlichkeiten und Veranstaltungen dringt die Bundeswehr dreist in den öffentlichen Raum um Menschen zum Dienst an der Waffe zu rekrutieren und somit das Aussetzen der Wehrpflicht zu kompensieren.“
In einem vor Ort verteilten Flyer formulieren sie ihre Ablehnung gegenüber dem Militär als Ganzem.
Um geostrategische und wirtschaftliche Interessen durchzusetzen, werde Zerstörung von Lebensräumen und Existenzen in Kauf genommen und staatlich legitimiert.
Auf dem Gelände der Marineschule hielten parallel zu der Kletteraktion weitere Aktivist*innen einen Banner mit der Aufschrift „Let’s stop it here“ empor. Damit reiht sich die Aktion in die europaweite Kampagne war starts here ein.
„Krieg beginnt hier – bei der Werbung, Rekrutierung und Ausbildung – lasst ihn uns hier aufhalten!“, so die Aufforderung der Aktivist*innen.

Hier ein Flyer: druckenA5

 

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