Antimilitaristische Proteste beim Bittgottesdienst in der Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche

Am Freitag den 25.5. protestieren Antimilitarist*innen mit einer Kletteraktion, während des Bittgottesdiensts, in der Berliner Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche gegen Kriegseinsätze und die Verstrickung der Kirche mit der Bundeswehr. Zwei Person seilten sich mitten im Kirchenraum an dem Geländer der Empore ab und entrollten ein Transparent mit der Aufschrift „War starts here“.

Anlass für die Aktion war der Auftritt vom Militärbischof Rink und der Verteidigungsministerin von der Leyen während des Bittgottesdienstes beim evangelischen Kirchentag. Diese freuen sich in Zeiten steigenden Personalbedarfs über die gebotene Bühne, nicht nur von Kirchen, auch von Schulen. Damit legitimieren sie ihr weltweites Agieren und Töten.

„Die Bundeswehr behauptet, weltweit für Friedenssicherung und Demokratie zu kämpfen. In Wirklichkeit geht es aber nicht um den Bau von Brunnen und Schulen, sondern darum, den Zugang zu Rohstoffen für die deutsche Wirtschaft zu sichern“, erklärt Egmont als einer der Beteiligten.

Eine der Hauptursachen für Flucht sind kriegerische Ausseinandersetzungen. Und wenn diese nicht direkt durch deutsches Militär verursacht werden, dann ist zumindest die Chance groß, dass Waffen aus deutscher Produktion darin verwickelt sind. „Deutschland ist einer der größten Waffenexporteure weltweit und die deutsche Politik, allen voran die Verteidigungsministerin, tut wenig um das zu ändern – zu gut sind die Steuereinnahmen aus diesen Geschäften.“ erklärt Diotima.

Und wenn die Menschen dann auf ihrer Flucht nach Europa kommen sind sie auch nicht willkommen. Mit Stacheldraht oder Militärschiffen werden sie aufgehalten und so auf noch gefährlichere Routen gezwungen.

„Sowohl bei der Rohstoffsicherung, die die Bundeswehr inzwischen sogar offiziell als eine ihrer Hauptaufgaben angibt, als auch bei der Bekämpfung von Migrationsbewegung geht es letztendlich darum, den Kapitalismus weiter am Laufen zu halten“ betont Johanna, eine der Aktivist*innen.

Dank der neuesten Enthüllungen steht die Bundeswehr ohnehin in der Kritik offen für Rechtsextremist*innen und Neonazis zu sein. Selbst Frau von der Leyen verspricht Reformen. Die Aktivist*innen dagegen fordern nicht Reformen sondern eine komplette Abschaffung aller Armeen.

 

Presseberichte:

https://www.morgenpost.de/berlin/polizeibericht/article210699841/Militaergegner-stoeren-Veranstaltung-mit-von-der-Leyen.html

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/newsblog-zum-kirchentag-aktivisten-stoeren-veranstaltung-mit-ursula-von-der-leyen-26962156

http://www.tagesspiegel.de/berlin/proteste-beim-kirchentag-demonstrantinnen-stoeren-gottesdienst-mit-von-der-leyen/19857346.html

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/newsblog-zum-kirchentag-aktivisten-stoeren-veranstaltung-mit-ursula-von-der-leyen-26962156

https://www.tag24.de/nachrichten/militaergegner-aktivisten-veranstaltung-kirchentag-ursula-von-der-leyen-gedaechtniskirche-berlin-260140

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/eklat-in-berlin-gottes-goeren-stoeren-gottesdienst-mit-von-der-leyen-aid-1.6844825

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Ein Kommentar zu Antimilitaristische Proteste beim Bittgottesdienst in der Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche

  1. Robert sagt:

    Vor kurzem nannte Frau von der Leyen bei der Fernsehsendung „Anne Will“ einen Bombenangriff der USA auf Syrien einen „Warnschuss“. Die USA hatten einen Flughafen in Syrien bombardiert und hatten dort Menschen getötet.

    Das Töten dieser Menschen nannte Frau von der Leyen einen „Warnschuss“. Wenn man auf Menschen feuert und sie tötet, ohne selber bedroht zu sein, dann ist das aber gar kein Warnschuss, sondern Mord.

    Wir leben in einer Welt, in der überall getötet wird. Und immer soll es nie schlecht oder böse sein, sondern es soll sogar immer gut und richtig sein. Kriege wie in früheren Zeiten sind inzwischen altmodisch geworden. Heutzutage werden nur „Warnschüsse“ verteilt, für viele Menschen. Dagegen kann ja niemand etwas haben.

    Also nichts gegen Warnschüsse und gegen Exekutionen mit Drohnen. Nichts gegen Bomben auf Hochzeitsgesellschaften und Beerdigungen im Jemen. Der Jemen liegt völlig in Ruinen. Dank der bombenden „Warnschüsse“ aus Saudi-Arabien.

    In einer Welt des Hungers muss endlich etwas geschehen, sagt die Nato. Nämlich höhere Rüstungsausgaben! Das sind die Hauptziele der Nato. Mahr Rüstung und mehr Warnschüsse.

    Aber wo wären wir denn eigentlich ohne die Nato? Es gäbe dann gar keine Nato-Soldaten aus dem Nato-Land Türkei, die bei uns politisches Asyl erhalten, weil sie in diesen Nato-Land Gefahr laufen, dort gefoltert und getötet zu werden.

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